Staunen – Ein Kinoabend über das Wachsen

Wir brauchen einen Gemeinschaftsgarten, ein paar Sitzgelegenheiten (Paletten, Bänke, Decken), ein paar Boxen und einen Beamer, der ein fulminantes Großbild auf die angrenzende Häuserwand strahlt, ein paar nette Gäste und schon haben wir einen unvergesslichen Kinoabend ganz in Manier der GemeinschaftsgärtnerInnen.

Am Freitag abend wurde in dieser gemütlichen Atmosphäre – komplettiert durch eine Bar und ein liebevoll gestaltetes, buntes, vegetarisch/veganes Buffet – der Film „Growing Cities“ gezeigt.
Dieser zeigt zwei Freunde, die auf der Suche nach Ideen zur urbanen Agrikultur quer durch Amerika reisten. Von Omaha nach Detroit, von kleinem Garten zu groß angelegtem Projekt. Dabei wird eindrücklich gezeigt, wie auch mit wenig oder gar keinem Geld (wie in der „Free Farm“) ein gemeinnütziges Gartenprojekt entstehen kann, dass BewohnerInnen der Stadt mit regionalen Lebensmitteln versorgt. Vor allem in so genannten „Food Deserts“, also Regionen, in denen es sehr schwer ist frische Lebensmittel zu beschaffen und Fast-Food-Ketten die Speisekarte bestimmen, kann über solche Projekte ein Bewusstsein über gesunde Ernährung und Kreisläufe der Natur erlernt werden. Endlich mal ein durch und durch gutes Wachstum, nämlich das der Pflanzen und Gemeinschaftsprojekte.

Gebannt staunten ca. 60 BesucherInnen über die Geschichten aus den vielen Projekten. Der Abend endete mit einem hoffnungsvollem Applaus. Einige der Ideen werden bereits in den Gärten Dresdens umgesetzt, andere Ideen wiederum können ein Ansporn sein, noch weiter zu probieren oder neue Projekte entstehen zu lassen. Was wir draus machen, liegt an uns.

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